Die AIPAC alimentiert über 98% der amerikanischen Kongressmitglieder um Unterstützung für die israelische Politik einfordern zu können. Vor allem amerikanische Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung für Israel. Während Israel selbst Waffen exportiert. Das European Leadership Network (Elnet) lädt europäische Politiker und Entscheidungsträger zu kostenlosen Reisen nach Israel ein, wo sie nach zionistischer Indoktrinierung häufig mit israelischen Rüstungsbetrieben zusammengebracht werden, um deren Exporte zu sichern. In Großbritannien erfüllen Labour Friends of Israel (LFI) und Conservative Friends of Israel (CFI) die gleiche Aufgabe.
Literarisch und wissenschaftlich ist keine Zeit in der Geschichte der Menschheit so intensiv und extensiv aufgearbeitet worden wie die NS-Zeit. In Deutschland und Österreich zusammen gibt es rund 350 größere Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Dokumentationszentren. Bis Anfang 2025 wurden 116.000 Stolpersteine verlegt. So eine Stolpersteinpatenschaft gibt ein gutes Gefühl. Nicht nur, sich von der Last der Geschichte zu befreien, sondern auch weil man physisch und bleibend ein Zeichen setzt. Ein Zeichen für Ermordete, aber auch ein Zeichen seiner selbst. Das sind viele Zeichen und es ist viel Erinnerung. Den Siegeszug eines neuen Faschismus haben sie nicht stoppen können.
Vielleicht sähen es die Opfer des Faschismus, an die erinnert wird, lieber, wenn wir uns mehr um das “nie wieder” kümmern würden? Wie wäre es, wenn wir statt jedes Stolpersteins ein Opfer des aktuellen Faschismus in Russlands, den USA, oder Israel verhindern würden?
Wie? Mit Demonstrationen, mit Boykotten, mit Petitionen, mit Widerspruch in den sozialen Netzwerken, mit Arbeit in Parteien, mit eigenen medialen oder praktischen Initiativen, mit juristischen Mitteln, und mit der Mitwirkung in den geeigneten Gruppierungen und Vereinen. Aber natürlich auch mit Spenden. Beispielsweise für Hilfsorganisationen, für politische Aktionen, aber auch für militärische Optionen der Ukraine. Oder für oppositionelle jüdische Organisationen wie Peace Now. Der Autor dieser Zeilen hat neben der Mitorganisation von 30 Stolpersteinverlegungen humanitäre Hilfe für einen syrischen Rettungswagen in Aleppo, für MSF und für die Ukraine mitfinanziert. Und nach einigem Zögern auch ukrainische Drohnenprojekte. In dem Bewusstsein, dass sie Russen töten. Dass aber auch ein toter Russe keine Ukrainer*innen mehr töten kann. Und diese vor faschistischen Aggressoren zu schützen, versteht er unter „Nie wieder!“
Folgend findet Ihr eine Liste von Gruppierungen und Organisationen, in denen Ihr Euch engagieren könnt oder die Ihr mit Spenden unterstützen könnt.
An Tote zu erinnern, ist gut. Menschen gar nicht erst sterben zu lassen, ist besser!
Spenden für die Ukraine:
https://standforukraine.com/de
https://weaponstoukraine.com/de
https://www.weareallukrainians.de/bringbackthekids
Israelische und jüdische Opposition
https://peacenow.org.il/en/about-us/who-are-we
https://www.juedische-stimme.de
https://www.jewishvoiceforpeace.org/resource/not-in-my-name-divest
https://www.jewishvoiceforlabour.org.uk
https://www.ifnotnowmovement.org
Spenden für Gaza und Palästinenser in Libanon und Jordanien
https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/gazastreifen
https://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/palaestina/israel-palaestina-konflikt
Spenden für ICE-Opfer und freie Medien in den USA
Spenden für Kuba
https://www.hch-ev.de/helfen/spendenaufruf.html
Sonstiges (Verifizierung von Anschlägen und Kriegsereignissen)
Zu antifaschistischen Organisationen gibt es hier keine Empfehlungen. Die Abgrenzung demokratischer Organisationen zum autonomen Anarchismus, zu Kommunisten, Hamas- oder Iranunterstützung, oder proisraelischem Anti-Antisemitismus ist ein Minenfeld.
Titelbilder: 1. Amon Göth, der sich vom Balkon seiner Kommandantenvilla neben dem Konzentrationslager Płaszów mit Zielschießen auf Insassen des KZs vergnügte. 2. Ein Junge in den Trümmern von Warschau nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1938. 3. Ein Junge 2023 in den Trümmern von Gaza. 4. Von einem Scharfschützen der israelischen Armee in Gaza selbst gepostetes Foto durch sein Zielfernrohr mit einem palästinensischen Jungen im Visier.
Für den Zentralrat der Juden in Deutschland gibt es keinen Genozid in Gaza.

Die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus, auf die sich von der deutsch-israelischen Gesellschaft über Democ, JDFA und IIBSA bis zum Zentralrat der Juden nahezu alle Institutionen in Deutschland und wohl auch in Österreich beziehen, die sich mit Antisemitismus und Rechtsextremismus beschäftigen, erklärt Antizionismus zu israelbezogenem Antisemitismus. Damit sind alle anti- oder nichtzionistischen Juden (30-40% in Großbritannien und den USA) Antisemiten. Auch die im Folgenden genannten Holocaustüberlebenden!
Darüberhinaus eint diese Organisationen fast ausnahmslos, dass sie den Gazakrieg Israels verteidigen, den Völkermord bestreiten und Waffenlieferungen an Israel befürworten.
Wie können Deutsche, im Glauben, die Schuld der Eltern oder Großeltern abtragen zu müssen, den Völkermord der Enkel der Völkermordopfer unterstützen!? Das ist doppelte Schuld! Keine Abgetragene!
Holocaustüberlebende, die sich nicht scheuen, den Genozid in Gaza mit dem Holocaust zu vergleichen!
